Ich hab lange nicht gewusst, was dieses Twitterdings ist. Aber irgendwann ist man nicht mehr drumrumgekommen, sich das mal anzuschauen. Eigentlich ist das ganz sympathisch, sozusagen ein universelles ”macht gerade” aus den .google.d Network Diensten oder Messengern, wie ein Art langsamer Chat bei dem man nicht mal antworten muss.
Da ich schon immer sicher war, dass sich jeder dafür interessiert, was irgendwelche Leute die man früher gerade mal so halbgut gekannt oder gemocht hat, gerade so fabrizieren ist das doch ganz wunderbar zu sehen, was derjenige heute morgen auf dem Butterbrot hatte. Sozusagen Real-Life-Stats.
Am Wochenende bin ich dann über nochwas gestolpert. Wenn Twitter also so was wie Live-Social-Networking ist, dann ist blogtv wohl Live-Video-Platforming. Da sitzen Leute vor ihrer Rechenkiste und beantworten Fragen, die man auf der Seite im Chatfenster eingeben kann. Das war irgendwie ziemlich dröge. Es scheint auch Shows zu geben, die ein bisschen Inhalt drin haben, lief aber gerade keine. Übrigens gibts deshalb Radio. Wenn einer die ganze Zeit nur live redet und die Kamera sich nicht bewegt, reicht der Ton.
Nach ner halben Stunde wars dann auch gut, in dieser Zeit sah ich meine Top Three:
- Betrunkene solala-hübsche Britin, deren Dekolleté so tief wie ihre Bildungsherkunft, redet Mist und bekommt anschließend Heulkrampf. Verstörend.
- Sechzigjähriger in Unterhemd und Sauerstoffschlauch an der Nase. (Die Audioverbindung war so schlecht, dass ich nix verstanden habe, aber der Look war cool.
- Auf ca. 90% der der anderen Channels US-/Brit-Teenies, die Blödsinn erzählen. Die filmen bestimmt bald ihre Parties live. Dann bekommt das Wort Flatratesaufen eine völlig neue Dimension, haha.
Naja, man darf jetzt auch nicht zu kritisch sein, das das Ding die Tage erst den Durchbruch zu erleben scheint und vielleicht entwickelt sichs ja noch, dann kann ich wenigstens behaupten jannis 2.0 hats schon immer gewusst.