Sogar die Aborigines habens schon gemacht prahlt die Verpackungsbeschreibung. Bei Sydney 2000 beeindruckt von der Pathos-Inszenierung von Cathy Freeman, dacht ich mir, so verkehrt kann das Urvolk da nicht liegen und ich probier das Teil mal aus.
Eigentlich wollte ich hier so schön ein paar Fotos im Stil von den sehr gelungenen Werbeshots des Originals nachschiessen, aber gestern hat sich mein guter alter Canon-A60-Bauklotz (frühe Digicam Generation mit vier Batterien drin, konnte man auch gut zur Selbstverteidigung benutzen) in die ewigen Fotogründe versetzt. Ist nur noch im Lila-Lsd-Verzerrt-Mode zur Verfügung.
So, dann checken wir mal die Produktversprechungen:
1) Er wirkt beruhigend und damit Muskel entspannend
Da ist was dran, allerings glaub ich, dass bei übermäßigem Gebrauch irgendwie der rechte Arm lahm wird. Also insgesamt sowohl als auch irgendwie.
2) Depressive Grundstimmungen werden gemindert
Wenn das klappt können sich die Psychotherapeuten warm anziehen. Aber ganz warm.
3) Wirkt sich positiv auf Ihr Aura aus
Kann ich nicht überprüfen, denn meine Aura ist ohnehin sowas von positiv, dass es sich bei mir nur um Nuancen handeln könnte, die im Ereignis nicht spürbar wären.
4) Fördert den Haarwuchs
Klingt interessant. Nehmt dies, Geheimratsecken!
5) Wirksam gegen Kopfschmerzen und Verspannungen
Noch nicht ausprobiert. Aber gegen Thomapyrin Intensiv stinkt das Teil ab, da bin ich mir ziemlich sicher.
6) Setzt Endorphine frei (Glückshormone)
Ich habe mal im Internet gelesen, dass wenn man sich zwanzig Minuten auf seine linke Hand setzt, bis diese eingeschlafen ist, um anschließend Hand an sich anzulegen, sei das so wie wenn man fremdgeglückschüttelt wird was die Feelgood-Atmosphäre (angeblich) deutlich steigert. Ich denke beim Bokoma verhält sichs ähnlich.
7) Ist einfach zu handhaben
Hoch und runter auf dem Kopf. Wahrscheinliche Fehlerquote in der Handhabung ziemlich gering.
8) Der Bokoma ist ein guter “Entertainer”
Also Disenyland passiert nicht gerade auf dem Kopf und nen Witz hat er mich auch noch nicht erzählt. Auch jemand anderem beim Kopfen zusehen ist eher kurzweilig interessant. Vielleicht wenn man dazu hüpft oder und “Bokoma!” ruft. Lieber nicht, sonst sticht man sich noch ein Auge aus oder sowas.
Es hat gekribbelt plus Gänsehaut Feeling, je länger mans macht, desto weniger. Die unverbindliche Preisempfehlung von 19,50 Euro ist ein wenig hoch gefühlt, allerdings kostet das Ding im real existierenden Kopfmassagekosmos deutlich weniger, weshalb er mit 3-4 Euro zum No-Problem-No-Risk-Kauf wird.
Und in der nächsten Folge teste ich den Nasenhaarschneider von Babybliss.