“Oh No They Didn’t” knackt LiveJournal

29.01.2009 | 22:26 | Autor: Captain Awesome

awesomeEigentlich sollte es mir ja peinlich sein, mich als Leser dieses Gossip-Blogs zu outen. Nicht, weil es mir generell peinlich wäre, solcherlei Seiten zu besuchen - nein, ein bisschen Suhlen in Trashkultur macht immer Spaß! Eher wegen der Tatsache, dass zumindest 100% der Commentschreiber (über das passive Publikum weiß ich nichts) 13-19jährige Mädchen zu sein scheinen (“omfg iawtc”, “ikr?”, etc).

Was nicht heißt, dass die Comments nicht von Zeit zu Zeit sogar wahren Comedyfaktor haben, wenn z.B. Celebrities (oder deren Manager/Eltern, o.ä.), die in Posts verunglimpft wurden, sich zu Wort melden. Da gabs schon einige Vorkommnisse, bin nur jetzt zu faul, danach zu suchen.

Das erste Mal bin ich vor fast genau drei Jahren auf ONTD aufmerksam geworden, als freizügige myspace-Bilder der damals 14-jährigen New!Kaitlin von “The O.C.”, Willa Holland, auftauchten; inklusive schlechter Rechtschreibung, underage drinking, und dem Beginnen jedes Comments mit “Nigger” oder “Bitch”. Hilarious it was! Auf ONTD hat man das ganze dann noch weitergeführt und mit Fox Emailverkehr betrieben, was die denn so davon halten würden. Man muss dazu sagen, dies war bevor Tweener-Starlets angefangen haben, Nacktfotos auf ihren Händies zu versenden (keine Ahnung, vielleicht hat anno 2005/06 die Speicherkapazität dafür noch nicht gereicht), von daher ist das alles aus heutiger Sicht eher handzahm.

Trotzdem kann man ONTD nicht über einen Kamm scheren. Ja, es ist hauptsächlich eine Gossipseite, aber dort posten so viele Leute (wenn man nicht alle paar Stunden in seinen Newsreader schaut, wird man meistens einige Posts verpassen), dass im Grunde ein riesiges popkulturelles Spektrum abgedeckt wird: Nach News über “The Real World” kommt ein Interview mit Ron D. Moore. Nach Paparazzi-Photos von Britney Spears kommt ein Link zur NPR-Session mit Jenny Lewis, nach Brangelina-Gossip ein Bericht über Sundance - so in etwa. Und schnell! Ich erinnere mich z. B., dass ONTD einige Stunden vor den klassischen News-Sites von Heath Ledgers Tod berichtet hat.

Jedenfalls hat das Blog gerade einen Rekord gebrochen, was ihm hoffentlich nicht das Genick bricht: Es hat eine undokumentierte Grenze der Anzahl von möglichen Kommentaren in der Datenbank erreicht und ist damit erstmal tot, bis LiveJournal den Bug behoben hat (mich hat eh immer gewundert, wie man so ein Massenblog auf einem freien Hoster betreiben kann):

It appears that ONTD has reached an undocumented limit – journals can only have approximately 16.7 million total comments made to them before running out of room in the database to store more comments.

This limit includes deleted and screened comments, so deleting old comments or entries won’t let new comments be posted. We’ve contacted development staff who are working on a solution to get commenting working in your community again as we speak. As soon as more information is available, we’ll be sure to let you know.

16 Millionen Comments… da haben wir noch einen weiten Weg vor uns, Herr Chefred.!

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Zombie-Jazz hands!

27.01.2009 | 19:03 | Autor: Captain Awesome

awesomeHmmm, zwei Broadway-Musical-themed Artikel hintereinander? Wenn das so weitergeht, bekommt das Blog noch einen eigenen Umzugstruck beim Christopher Street Day!

Do you remember the time?

Wir hatten diesen Monat schon einen Artikel über Zombie-Michael-Jackson (nicht zu verwechseln mit “regular Michael Jackson”!), literarische Zombies, sowie die darauffolgende Abhandlung über die Romero-, bzw. Boyle/Snyder-school of zombiism und natürlich die allseits beliebten Nazizombies (oder Zombienazis?).

Um also den Zombiemonat Januar abzuschließen, kam gerade die Meldung, dass “Thriller” bald sein Broadway-Debut feiern wird:

James L. Nederlander, President of the Nederlander Organization, said in a statement, “I love the idea of making ‘Thriller’ a musical. Girl meets boy, they fall in love, boy has big secret, now what…”

Now what? How about… Boy turns into a zombie, Boy eats Girl, Girl eats some other guy, civilization collapses, the stock market plunges, a black dude gets elected President of the United States, dogs and cats living together… mass hysteria!

Theatre dates and creative team have yet to be announced.

Wie wärs dann mit John Landis? Außer ein paar TV-Jobs hatte der doch nicht viel zu tun in letzter Zeit. Allerdings, so gut uns allen Miss Saigon gefallen hat, sollte er vielleicht davon absehen, einen Helicopter auf der Bühne einzusetzen…

UPDATE: Es scheint, John Landis hat sich lieber für eine andere Einnahmequelle entschieden. Eine, die seit Äonen von Hasbeens genutzt wird, um sich bis ins hohe Alter an Jugenderfolgen zu laben:

Der amerikanische Regisseur John Landis, der 1983 Michael Jacksons “Thriller”-Video drehte, streitet sich mit dem Musiker um Geld. In seiner Klageschrift vor einem Gericht in Los Angeles hält Landis (“Die Glücksritter”) Jackson vor, er habe ihn vier Jahre lang nicht an den Einnahmen aus dem Hit-Video beteiligt, berichtete das Filmblatt “Variety” am Mittwoch. Landis wirft Jackson “betrügerisches und böswilliges” Verhalten vor. (Quelle)

Wär lustig, wenns nicht so traurig wär.

Wen könnte man als jungen Michael Jackson casten? Halle Berry, vielleicht?

Als Choreograph bitte wer auch immer dafür verantwortlich war:

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und als nächstes dann bitte “Planet of the Apes – The Musical”:

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“I love legitimate theatre!”

P.S.: Da der Chefred. eine Leidenschaft für Zombies, Filmemachen UND social networking hat, sollte ich an dieser Stelle vielleicht mal noch LOST ZOMBIES erwähnen, eine Seite die alle drei Obsessionen in sich vereint!

Kategorie: Musik, Musikvideo | Ein Kommentar

Re: Gilmore Girls Movie

26.01.2009 | 21:00 | Autor: Captain Awesome

awesome“You’ve given me everything I need.”
 - Rory im Gilmore Girls series finale

Vier Tage nach meinem Kommentar über mein Nicht-Verlangen (trotz Entzugserscheinungen) nach einem “Gilmore Girls”-TV-Film (oder sogar Spielfilm? Immerhin hatten die Girls bessere Quoten als V’roni) kam dann auch gleich Lauren Graham zum alten Freund (und Bestätigung des Vorurteils, dass keine heterosexuellen Männer GG kucken) Michael Ausiello und zeigte, dass sie mit meiner Meinung konform geht:

It’s hard. I don’t know what we could give the fans that would satisfy them. It’s going to be like, “Grandmother Lorelai pulls into town… ” I don’t know what the story would be. But as with everything I do I my career, if something comes up that inspires me, then I’ll consider it. Plus, these are people who I love so much.

“Grandmother Lorelai”? Auch, wenn es nach einer typischen narrativen Krücke klingt, um den Generationenkreis zu schließen… Ich war dermaßen erleichtert, dass Rory sich über die RomCom-Boy-Gets-Girl-Klischees hinweggesetzt, Logans Heirats-Nötigungs-Ultimatum eiskalt ausgeschlagen (und darüber nichtmal sonderlich geknickt schien) und sich lieber in den Bus gesetzt hat, um Obama webjournalistisch in den durchtrainierten Arsch zu kriechen. Denn Lektion 1: All journalists are whores! Aber ich schweife ab… Sprach Lauren des Weiteren:

But for me, when you have a bad breakup, going back and dating the guy again is not really going to change the breakup. It didn’t end in the way I think any of us would have liked — and that is a disappointment for me as well. And a sadness, really. When the reruns come on now I think about the path it took, and it makes me sad. I wish we would have known it was the end when we shot the final episode, quite simply. But we can’t go back and change that. And I’m not sure a movie would help. What helps me is to try and do other things in my life and do work that I like. I don’t know that going back to the show is the answer.

Lauren Graham frierend @ Sundance vor ein paar Tagen

Okay, sie geht mit meiner Meinung konform, dass es keinen Film geben sollte. Aber die Gründe sind unterschiedlich. Bin ich wirklich der einzige, der das Finale relativ befriedigend fand? Die ganzen letzten Episoden der Show hatten einen finalen Charakter und in den letzten zweien wurde der Tearjerker-Faktor doch ziemlich hochgedreht mit Verabschiedungen / Anträgen / Breakups / Graduation, etc. Keine Ahnung, wieviel man an “Bon Voyage” in der Postproduction noch werkeln konnte, aber es fühlte sich an wie ein series finale. Nicht, wie eins, wo man alle Storylines in einer schönen Schleife zusammengebunden bekommt, sondern eins, das ein bisschen mehr dem echten Leben ähnelt. Wie auch schon am Ende von Season 3, was ebenfalls als Not-Finale gedient hätte, wäre die Show nicht verlängert worden.

Witzig fand ich im übrigen auch, als Lauren Ausiello endlich mal damit konfrontierte, dass er eigentlich das Gerücht um den GG-Movie gestartet hat, aufgrund einer vagen Aussage, die er im Vorbeigehen aus Amy Sherman-Palladino rausgekitzelt hatte. Sowas nennt man dann wohl Selbstreferenzialität:

Mike, you start those rumors. You start these rumors just like you started the Wonder Woman movie rumor and then you call me and say, “There are rumors out there that say the following…” I’m onto your little game, Ausiello!

Außerdem könnte ihre neue half-hour comedy auf ABC vielleicht doch interessanter werden, als zuerst gedacht (Mitch Hurwitz ist Co-Creator):

It’s a darker comedy… more like Arrested Development. Men in Trees was a really well written dramedy, but it was soft and sweet — kind of in the tone of Gilmore Girls. This is more comedic. It’s a totally different tone. And I don’t live in Alaska.

She’s a self-help guru who is truly a mess and is obsessed with [her ex-boyfriend] who dumped her. It’s really funny because it’s so backwards. I went to Barnard College and I did my feminist studies, but I think what’s funny about this character is she is deeply flawed. I loved Lorelai, but she wasn’t deeply flawed. She was very easy to root for. This is a slightly more twisted central character.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass Frau Graham von März bis Oktober acht mal pro Woche in einer neuen Inszenierung von Guys & Dolls am Broadway zu sehen sein wird. Nicht wirklich originell, wo es gerade vor vier Jahren in London mit einem All-Star-Cast aufgeführt wurde, aber nun denn. Wer also ein wenig Actress-Stalking betreiben will, die Karten kosten zwischen 50 und 125$…

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Nobody’s Watching “Lost”

25.01.2009 | 17:04 | Autor: Captain Awesome

awesomeMit 11,4 Millionen Zuschauern startete ”Lost” mit den bisher schwächsten Ratings in eine neue Season. An der Qualität kanns nicht liegen, denn seit dem festgelegten Endpoint ist die Show vom kreativen Standpunkt her stark wie nie. Das einzig positive daran ist, dass ich den passenden (alten) Clip zur Überschrift an dieser Stelle einfügen kann:

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(und nur für den Fall, dass sich jetzt manche fragen: “Hey, wie krieg ICH denn B-Starlets als Gaststar in meine Youtube-Show!?”. Das sind von Bill “Scrubs” Lawrence produzierte Webisodes für eine TheWB/NBC-Serie, die es nie gab. Wer genau hinschaut, erkennt Paul “Billy aus BSG” Campbell als Will.)

Einigen wir uns mal an dieser Stelle darauf, dass es offensichtlich ist, warum “Lost”s Quoten im Keller sind (außer dem “normalen” Zuschauerschwund, den praktisch jede langlaufende Show erlebt): Genreshows haben keine Chance im Network-TV. “Lost” hat lange Zeit über erfolgreich den Genre-Aspekt klein gehalten, und den Drama-Aspekt betont. Aber spätestens seit dieser season premiere muss jedem klar sein, dass wir uns im Hardcore-Timetravel-Sci-Fi-Gebiet befinden, wie Team Darlton auch offensiv kommuniziert:

There’s been this very interesting thing for me, in terms of certain audience’s members to grasp the idea that they’re not watching a genre show. To them, I’m like, “What show were you watching? When the big column of smoke is in Eko’s face in season two and he stares it down and it retracts into the jungle, that’s not a genre show?” And they say, “No, it’s not.” And it makes you go, “Okay, this is how there can be both evolutionists and creationists.” You can take the same data and apply it to your own spectrum. You can go, “Oh, it’s not a genre show, because I don’t like genre shows, but I like ‘Lost.’ Therefore, ‘Lost’ is not a genre show.” That’s the logic they apply. Well, we’ve been writing a genre show from the word go. We’re sorry that it’s getting more genre.

More genre heißt aber halt auch automatisch less viewers. Es sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass sich nur ein bestimmter Prozentsatz der potentiellen Zuschauer für Sci-Fi begeistern kann und deswegen Genreshows auf den Cable-Networks praktisch immer besser aufgehoben sind (was den SciFi-Channel nicht daran hindert, bei jeder Gelegenheit zu betonen, dass “Caprica” ganz tollen Massenappeal haben wird, weil keine Raumschlachten und Roboter und so).

Hmm, über wen reg ich mich eigentlich auf? ICH mag Mindfuck-Sci-Fi. Dann muss es wohl die Dummheit und Ignoranz des TV-Publikums sein, die halt lieber American Idol, etc. einschaltet. Jaja, was bin ich elitär…

Was lässt sich zur neuen Erzählstruktur schon sagen, außer dass sie awesome ist? Im Nachhinein ist es wirklich cool, wie das Zeitreise-Element sich langsam in die Show eingeschlichen hat: Vom Empfangen von scheinbar uralten Radiosendungen in Season 1, zu “Flashes before your Eyes”, den “future flashes” und schließlich “The Constant”. Ich kann mir an diesem Punkt aber weniger vorstellen, dass unsere Island-Losties weiterhin mehrfach pro Episode in der Zeit vor- und zurückspringen. Vermutlich wird sich wohl eher ein “time-of-the-week”-Prinzip einpendeln, à la “Quantum Leap”. Ansonsten würde es nämlich doch recht konfus werden.

Dabei fiel mir eine Sache auf: Desmonds und Minkowskis “mind-trips” letzte Season waren auf lange Sicht tödlich, allerdings treten die Symptome diesmal nur bei Charlotte auf. Andererseits reisen die Losties nicht nur geistig, sondern mit Kleidung und Motorboot durch die Zeit… weird. Aber eins ist mal klar: C.S. Lewis is a goner. Wurde ja auch schon schon gemunkelt, dass ein weiblicher Lostie mit einem High-Profile-Film in der Pipeline (“Men Who Stare at Goats“?) aus der Show rauswill. Nur eine weitere Leiche auf dem mittlerweile riesigen Haufen toter Mädels. Hat eigentlich mal jemand gezählt, wie der Bodycount männlich:weiblich bei “Lost” ausschaut? Mir scheint schon, als würden Cuse/Lindeloff da ein paar persönliche issues verarbeiten!

Ein weiterer cooler Nebeneffekt der Zeitreisen ist natürlich, dass wir auf oben erwähnte dearly departeds treffen können (Ethan hatten wir ja schon) und generell Handlungen von alten Episoden aus neuen Perspektiven (à la “Exposé”) beobachten. Allerdings würde ich kein Wiedersehn mit Claire erwarten, da Emilie De Ravin erst wieder in der letzten Season mit von der Partie sein wird. Klaro, gerade, wo ihr Charakter interessant wurde, so evil konspirativ mit Daddy rumlümmelnd in Onkel Jacobs Hütte…

Ansonsten hatte man wirklich das erste Mal das Gefühl, eine Ensemble-Serie zu sehen und nicht die Jack/Kate-Show mit ein paar supporting players und Statisten. Jeder hatte ungefähr gleich viel Screentime und die Dynamik der ungewöhnlichen Paarungen Jack/Ben, Hurley/Sayid, Sawyer/Juliet war wirklich spaßig. Mehr davon! Und dass sich Daniel sogar ein bissl zum leading man entwickelt kann ich nur begrüßen, Jeremy Davies hat mich letztes Jahr schon absolut überzeugt (im Gegensatz zu den meisten anderen Freighties, zu deren Verteidigung man aber sagen muss, dass der Autorenstreik den größten Teil ihrer Backstories verschluckt hat).

“Look, everything’s going to make sense, I promise!”
 - Hurley

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“I think there’s been a rape up there!”

24.01.2009 | 19:19 | Autor: Captain Awesome

awesomeMan muss (oder kann) Inside the Actors Studio nicht lieben, aber es ist halt, in seiner mittlerweile 14. Season, eine Institution, um die man nicht rumkommt.

Einige Gäste lassen sich von James Liptons selbstverliebter Arschkriecherei einlullen, andere weniger (das sind dann die guten Episoden), außerdem ist das Ganze fürchterlich zusammengeschnitten (wahrscheinlich von 90 Minuten oder mehr). In den letzten Jahren kam hinzu, dass man sich nicht mehr nur auf A-Listers beschränkte (die gehen einem ja irgendwann aus), sondern auch andere, teils fragwürdige Leute einlud: Sitcom-Casts, Musiker, Late Night Hosts (nächste Woche kommt Conan O’Brien), Comedians, …

…wie Ricky Gervais diese Woche – und da dieses Blog von Office/Extras/Karl Pilkington-Fans geführt wird und Ricky in Deutschland immer noch praktisch unbekannt ist, weil die Leute lieber schlechte deutsche Kopien (die sich peinlicherweise auch noch vor Lizenzzahlungen drücken wollten) schauen:

Teil 1

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Teil 2

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Teil 3

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Teil 4

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Teil 5

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(Quelle)

Mit “fragwürdig” meinte ich nicht uninteressant oder untalentiert. Eher, ob sie in den Kontext der Show passen. Können angehende Schauspieler, Screenwriter und Regisseure wirklich etwas von jemandem lernen, der in erster Linie ein Improv-Comedian ist und daraus eine Karriere als Autor und Schauspieler abgeleitet hat? Es gibt soooo viele Leute aus der Indiecrowd, die ein absolutes Anrecht auf eine Show hätten. Indie-Queens der 90er wie Parker Posey und Chloe Sevigny könnten z.B. mittlerweile auf 15-jährige, facettenreiche Karrieren zurückblicken.

Anyhow… wenn ich noch einmal die “pissing in the sink”-Story hören muss, fang ich an zu schreien! Hat Ricky wirklich keine anderen Anekdoten als die, die er in seinen Stand-Ups verarbeitet?

Abschließend muss ich hier mal noch die perfekten ItAS-Spoofs von Saturday Night Live mit Will Ferrell als Lipton erwähnen. Leider hat NBC alle Clips auf youtube löschen lassen, damit die Leute sie auf ihrem IP-beschränkten eigenen Player anschauen müssen. Das einzige, was noch da ist, weil nicht von SNL, ist von den Extras der “Old School”-DVD:

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The Devil’s Advocate Wears Prada

23.01.2009 | 17:29 | Autor: Captain Awesome

awesome

“Damages” war meine letzte große Serienüberraschung 2007. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich hab den Pilot damals reingelegt, während ich meine Sachen für die Silvesterfeier gepackt hab (was möglicherweise auch meine Erwartungshaltung widerspiegelte: “Ehhh, law procedural?”). Sagen wirs mal so: Am Ende des Pilots war ich nicht mehr am packen, sondern klebte an der Mattscheibe.

“It’s like The Devil Wears Prada… with lawyers!”, war natürlich nicht nur meine erste Reaktion, denn die Parallelen drängen sich ja geradezu auf: Zwei Chefinnen, gespielt von den zwei großen, reifen Damen des Films, die jungen Anwärterinnen auf den lukrativen Job, die von ersteren richtig übel untergebuttert werden, ihr naives Weltbild ins Wanken gebracht bekommen, wählen müssen zwischen ihrem sozialen Leben und dem Job, etc. Und dann natürlich die Frage, ob die Boss Ladies from hell unter der harten Schale nen weichen Kern haben, oder einfach doch nur reine evil bitches sind.

Nach dem Pilot (der leider die bisher beste Episode der Serie blieb) war einem dann klar, dass man es eher mit “Lost… with lawyers!” zu tun hat: Intrigen, Verschwörungen, Plot-Twists, wer sind die Guten (mal ehrlich, gibts “gute” Anwälte?), wer die Bösen und das ganze mit derselben Erzählstruktur wie in “Lost”s vierter Season: Wir sehen Flash Forwards, die eine unschöne Zukunft präsentieren, in der offensichtlich nicht jeder unserer Charaktere überlebt hat und der Rest zu zitternden Wracks verkommen ist. Wie kam es dazu? Das war schon wirklich ein fesselnder Auftakt, muss man sagen.

Leider, im Gegensatz zu “Lost”s vierter Season, in der man merkte, dass jetzt endlich Storylines im Voraus durchgeplant wurden, haben die Showrunner Kessler/Zelman keinen Hehl daraus gemacht, dass sie nach dem “making it up as we go along”-Prinzip vorgingen. Ich möchte einfach mal behaupten, dass das bei dieser speziellen Art der Narration nicht wirklich gutgehen kann. Und so gab es denn auch selbst in der kurzen 13-Episoden-Season einen Haufen Filler-Storylines, Red Herrings und Plotholes, was durchaus hätte verhindert werden können. Es blieb zwar spannende Unterhaltung, aber der WTF!?-Faktor des Pilots hat sich bei mir nicht nochmal eingestellt. Ein 2h-Film wäre hier das bessere Medium gewesen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Handlung von Season 1 fast komplett in sich abgeschlossen war (was durch die Flash-Forward-Struktur auch kaum zu verhindern war), hatte ich sowieso schon starke Zweifel, ob man mit dem restlichen Material noch ein zweites Kapitel “Ellen als Maulwurf” füllen kann. Und schon in der zweiten season premiere wurden diese Zweifel bestätigt: Eine uninteressante und viel zu vage Flash-Forward-Storyline (vielleicht hätte man das Konzept nicht 1:1 nochmal wiederholen sollen?), abstruse Re-Introductions (Eine Anwältin als Gast bei “Regis and Kelly”??), viel zu bemühte Plot-Twists (Oh, x/y lügt/steckt unter einer Decke mit z!) und die generelle erzählerische Subtilität einer Supernova (die E-Gitarrenriffs beim Blick in Timothy Olyphants Waffenschrank? Das konnte ja sogar “Jericho” besser!)

Ein großes Problem bei der ganzen Sache ist natürlich, dass die Schauspieler keine Ahnung haben, mit welcher Intention sie einen Charakter zu spielen haben, weil er/sie sich ja jederzeit wieder als (kein) Verräter/Verschwörer/Lügner herausstellen könnte. So bleibt alles irgendwie rohe Pinselstriche. Sepinwall spricht mir in seinem Review aus der Seele und ist sowieso viel eloquenter als ich:

If everything’s surprising, then eventually nothing is. Zieman and the Kessler brothers admittedly make up much of the story as they go along and try to make sense of the twists after the fact, but that defeats the point of trying to play along with the mystery at home. If the writers and actors don’t know who’s doing what and why, then you can interpret any scene any way and it won’t matter.

Das Acting ist etwas, was einem erst mit der Zeit auffällt: Dadurch, dass die Schauspieler nicht informiert sind, WEN sie denn heute gerade spielen, was die Motivation ihres Charakters ist und was seine Agenda, macht sich ein Großteil des Casts des Overactings schuldig, was aber durchaus teilweise abgefangen wird durch die Professionalität von Veteranen wie  Close und Danson (und aktuell William Hurt und Marcia Gay Harden). Was mich (zumindest diese Season) viel mehr irritiert ist das… “Underacting”(?) von Rose Byrne (die natürlich unter all den Oscar-Preisträgern/-Nominierten sowieso eine geschwächte Position hat):

Man hat nämlich immer wieder das Gefühl, dass Ms. Byrne sich dermaßen auf ihre lines und stage directions (und das faken eines US-Akzents als Australierin; ist ja ein typisches Problem im TV-Land heutzutage) konzentrieren muss, dass sie dabei vergisst, die Mimik eines menschlichen Wesens zu kommunizieren. Wer, außer einem Soziopath, geht denn z.B. in einen Raum mit zwei sich gegenübersitzenden Personen, spricht eine Person an, aber registriert Person 2 nichteinmal für einen Moment mit einem Blick? Dieses roboterhafte Auftreten ist einer der unheimlichsten Ticks, den ich jemals an einem (schlechten) Schauspieler beobachtet habe.

Oh, jetzt aber genug mit “Inside the Actors Studio”. Dazu kommt später noch ein Post!

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Flight of the Conchords – HIPHOPOPOTAMUS VS. RHYMENOCEROS (Bobin 2007)

22.01.2009 | 18:11 | Autor: Captain Awesome

awesome

Nein, nein, ich plagiier doch nicht einfach dem Chefred. seine Bestenlisten in meiner ersten Woche! Das hier ist kein echtes Musikvideo, sondern ein Ausschnitt aus der ersten Season von HBO’s “Flight of the Conchords”, was hierzulande kein Schwein kennt, weil man bei dieser musical comedy über New Zealanders in New York nicht einfach ne lieblose Synchrospur drüberflanschen kann.

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Auch wenn man dem Deadpan-Humor von Bret und Jemaine kaum widerstehen kann, war für mich ihre erste Season ne mixed bag: Die non-musical-Elemente waren eigentlich immer gleich stark, aber das Einbinden von bereits existierenden Songs, die oft nur tangential mit der Handlung zu tun hatten, war eher hit-and-miss. Die Sachen kommen zwar gut auf einer CD oder live, aber ich dachte mir mehr als einmal: “jo, kommt mal zum Ende, will sehn, wies weitergeht!”.

Da die beiden in der letzten Season praktisch ihren kompletten Song-Katalog aufgebraucht hatten, mussten Sie sich für Season 2 mehrere neue Songs pro Episode einfallen lassen. Damit hat man dann zwar einerseits den Vorteil, dass das ganze koheränter erscheint - wie in einem richtigen Musical - aber andererseits: man schreibt nicht einfach mal über 20 Songs, die gleichzeitig witzig sind, catchy und ein bestimmtes Genre oder Künstler parodieren in ein paar Monaten. Season 1 beihaltete im Gegensatz dazu die “Früchte” von fast 10 Jahren.

Konsequenterweise haben die zwei Kiwis dann auch entschieden, dass die zweite Season die letzte sein wird, da es einfach zu aufreibend war, mit genügend Material anzukommen:

“We’ve got a lot of half-songs,” said Clement. “We’ve got an album’s worth of beginnings of songs.”

In der second season premiere “A Good Opportunity” wird das dann auch recht offensichtlich. Der einzige “alte” Song “Angels” wurde praktisch komplett ohne Kontext an den Schluss gehängt und der Rest… naja. Murrays Oper war ganz nett. Das dürfte wohl der große Vorteil sein, dass jetzt auch die supporting players mal ein Stück abbekommen. Auch ganz interessant dürfte es werden, wenn Michel Gondry irgendwann diese Season auf dem Regiestuhl platznimmt. Die surreale Zitatwelt von FOTC passt ja wohl perfekt zu seinen bisherigen Werken.

Bei funnyordie, wo FOTC einen eigenen Channel haben, kann man seit Dezember die erste Episode streamen. US Only, aber es sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, wie man das umgeht, oder?

Season 2 Online Premiere – Flight of the Conchords (US Only) – watch more funny videos

 

Und damit fällt dann auch der Startschuss für meinen…

Seid ihr auch schon so aufgeregt wie ich?

Nein? Just me, then? Very well…

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Grandmaster B feat. Parker Lewis

21.01.2009 | 18:48 | Autor: Captain Awesome

awesomeIch muss zugeben, ich bekomme die Existenz von Web-Serien eigentlich nur mit, wenn sie als Anhang einer TV-Show gedreht (Lost, BSG), von Networks ausgestrahlt werden (Quarterlife, Sanctuary) oder bekannte Leute involviert sind (Wainy Days, Clark and Michael, die Spielereien auf funnyordie.com). Da scheint es noch viel unentdecktes Land zu geben, aber die Amateur-Ära ist eigentlich Spezialgebiet vom Chefred.!

Dies hier ist einer der zuletzt genannten Fälle und wäre eigentlich nichtmal sonderlich erwähnenswert (außer vielleicht für seine “fucks-per-minute-ratio”), mit der Ausnahme, dass es die semi-autobiographischen Abenteuer zweier meiner Helden aus den frühen 90er Jahren dramatisiert: David “Bud Bundy” Faustino und Corin “Parker Lewis” Nemec! Plot: zwei abgehalterte Hollywood-Hasbeens wieseln sich irgendwie durchs Leben. Das Anti-Entourage, if you will:

From Crackle: Star-ving Ep 1 feat Ed O’Neill & David Faustino
***

Ich habs mir bissl lustiger vorgestellt, aber wird ja vielleicht noch besser. Jeden Freitag gibts ne neue Episode, mit jeweils einem Gaststar.

Vielleicht geh ich ja auch etwas zu hart mit Herrn Faustino ins Gericht, seit ich rausgefunden hab, dass er (angeblich) “Davey” ist, von dem Jenny Lewis im Rilo Kiley-Track “Teenage Love Song” singt (beide waren Kinderstars in den späten 80ern/frühen 90ern):

We were teenagers the first time we met
You were so famous I couldn’t resist
I was your girl then, that’s what you said
When you kissed me, kissed me, kissed me

I gave you sweet love boy, you said it was nice
It was my first time; we did it just twice
Went out for some sodas when will you return?
But you dissed me, dissed me, dissed me

You don’t diss teh J.Lew, man! Not cool!

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PEOPLE OF EARTH!

20.01.2009 | 20:46 | Autor: Captain Awesome

awesome

Auch wenn ich Conan und Jay dankbar dafür bin, dass sie mir Mitte bis Ende der 90er Jahre geholfen haben, gesprochenes Englisch besser zu verstehen (der NBC Superchannel hat alles mit Untertiteln gesendet, seinerzeit), bin ich nicht wirklich traurig darüber, dass ihre Ära nächsten Monat zumindest in der momentanen Form zu Ende geht.

Jay war sowieso nie lustig und Conan mindestens nicht mehr, seit Andy Richter das Handtuch geworfen hat. Ganz von den grauenhaft gestellten, unbeholfenen interviews abgesehn.

Umso besser, dass es seit 2005 den selbsternannten “Scottish Conan Guy” Craig Ferguson gibt, der endlich mal wieder ein bisschen Improvisation ins Genre zurückbringt und plakativ vor jedem Interview die Karten mit den vorgefertigten Fragen zerreißt. Nicht, dass seine Show perfekt wäre, er könnte vor allem bestimmte Running Gags und Catchphrases ein bisserl weniger lang totreiten. Trotzdem sieht man doch immer mehr von dem Mensch der hinter “TV’s Craig Ferguson” steht, als bei den absoluten Kunstpersonas der anderen Hosts.

Er lässt zwar seinen offensichtlich umfassenden Intellekt (vor allem für einen Schulabgänger) nicht allzuoft durchscheinen (dazu sollte man vielleicht eher mal seinen Roman lesen), und wenn doch, dann praktisch unbemerkt.

Während ich also einen seiner typischen Opening Teasers anschau…

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 …denk ich mir: dieses babababah-bah-bababah ist nicht einfach dahingemurmelt, das ist irgendein Stück, das ich kenne… von nem Science-Fiction-Soundtrack (oder hab ich nur wieder zuviele “marihuana cigarettes” geraucht)?

(jaja, bitte ignorieren, dass mittlerweile jemand in die Youtube-Kommentare die Lösung geschrieben hat!)

Mitnichten, und hier beginnt der educational part des heutigen Abends:

Ich bin erst wieder drauf gekommen, als Winamp per Random auf den Track gesprungen ist; es handelt sich um Gustav Holsts “Mars, the Bringer of War”, aus seiner Orchestersuite “The Planets”, uraufgeführt 1918:

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Wer sich die sieben Minuten angehört hat und genauso ungebildet ist, wie ich noch vor ca. einem Jahr, wird merken, dass dieses Stück als Vorlage für so ziemlich alle bekannteren Science-Fiction-Soundtracks gedient hat. Von den Star Wars Imperial Themes von John Williams zu den Klingon Themes von Cliff Eidelmann in Star Trek VI.

Der User rafacharmed1234 des verlinkten Craig-Clips scheint wohl der momentan aktive Uploader von kompletten Shows zu sein, für Leute, die keinen Bock auf torrents haben. Davor waren es RoQu3tO und davor wiederum rock3rgyrl.

Interessant ist, dass CBS zwar einen eigenen Youtube-Channel hat, auf dem aber nur Ausschnitte gezeigt werden. Trotzdem wird von deren Seite absolut nichts gegen Fan-Uploads unternommen, da die Quoten der Show deutlich gestiegen sind, seit die Episoden im Netz verfügbar sind (ich persönlich hab Craig auch durch Youtube kennengelernt).

Werde demnächst vielleicht mal ein Best-of-LLSwCF kompilieren, aber nagelt mich nicht drauf fest!

Dieser Artikel wurde euch präsentiert vom National Board for Late Night TV and Classical Music Awareness.

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Ich glotz TV! …Kino!?

19.01.2009 | 08:01 | Autor: Captain Awesome

awesomeOMFG! Jetzt gehts aber los!

Intermediale Remakes (jaja, ich weiß, es SIND keine Remakes, sondern Sequels/Adaptionen, aber so hab ich das an der Uni gelernt) wo man hinschaut!

Zunächst hatte Will Arnetts Aufruf an die Fans (priceless!)…

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…wohl gefruchtet, denn ca. seit November wird von allen Seiten (und auch dem Cast bei jeder Gelegenheit) berichtet, dass der Arrested Development Movie… in development ist. Wie schon erwähnt, die einzige Hürde momentan scheint zu sein: Michael Cera.

…him?

Der nämlich scheint vergessen zu haben, welche Show ihn überhaupt auf den Radarschirm gebracht und die Möglichkeit gegeben hat, in diversen Indie-Comedies immer und immer wieder denselben awkward Teenager-Shtick abzuliefern. Nice acting range there, buddy! Vor ein paar Tagen hat Jason Bateman ihn beim Winter TCA Event in Schutz genommen, da er ja selbst aus erster Hand weiß, wie schwer das Erwachsenwerden für Kinderstars ist:

“I do feel bad that people are a little misinformed about what’s going on with him,” Bateman said. “He’s certainly not said that he won’t do it. I think he’s, you know, Michael is clearly the guy that has come out of ‘Arrested Development’ with a very, very big plate. And so I think he’s trying to really give some responsible thought to what makes sense for him to do with his career.”

Das momentane Problem ist, dass Mitch Hurwitz das Script nicht weiterschreiben kann, solange Cera nicht zu einer Entscheidung kommt. Ich persönlich könnte ganz gut ohne George Michael auskommen - und Maeby bestimmt auch!

Aber das war ja bei weitem noch nicht alles, was TV-to-Film-technisch bei der TCA Winter Press Tour den Herrschaften rausgekitzelt wurde:

Ein Jericho-Spielfilm? Awesome!
Ich weiß nicht, ob ich nach dem 7-Episoden-Wrap-up und angehängten Not-Finale noch mehr closure gebraucht hätte, aber the more the better! Sprach Executive Producer Jon Turteltaub:

“We’re developing a feature for JERICHO,” says Turteltaub. “It would not require you to have seen the TV show, but it get into life after an event like this on a national scale. It would be the bigger, full on American version of what’s going on beyond the town in Jericho.”

And what about the TV cast – would they return?

“Oh yeah!”

Und zu guter letzt und, für mich persönlich am wenigsten berauschend, ließ Rob Thomas noch die Bombe platzen: Veronica Mars Movie is a Go:

“That means I have time to write the VERONICA MARS movie,” he says. “But my writing the movie is half the battle. Someone else has to pay for it. Joel Silver does have a certain pile of money. He called on me saying ‘Can we do this now?’ Kristen wants to do it. Joel wants to do it and I want to do it. For me, that’s the next project.”

Was soll ich sagen? Ich hatte irgendwie bis zuletzt ein Love-Hate-Relationship mit der Show:
Kristen Bell: doppelplusgut / Plot-Arcs (zumindest von Season 1): spannend und kohärent / mysteries-of-the-week: meist superlangweilig / Dialoge: oft weit weniger witty und intelligent, als die Autoren es sich wünschten. Einem Joss Whedon kann Rob jedenfalls nicht das Wasser reichen. Trotzdem war das Ende der Show so unbefriedigend, dass selbst hier bei mir ein wenig Vorfreude aufkommt!

Ich bin ein Nostalgiker und nehm eigentlich mit Freuden jede Gelegenheit wahr, alte Serienhelden wiederzusehen. Selbst “X Files: I Want To Believe” hat mich zwar intellektuell enttäuscht, aber trotzdem emotional befriedigt. Ich denke, nur in Fällen, wo ich das Gefühl habe, dass innerhalb der Laufzeit einer Show alles gesagt wurde und das Finale alle richtigen Noten getroffen hat, habe ich wenig Interesse, dieses perfekte Gesamtbild wieder ins Wanken zu bringen. An einer Rückkehr nach Stars Hollow z.B. hätte ich überhaupt kein Interesse (mehr). Obwohl: Was macht Rory jetzt, da Obamas Kampagne ein recht erfolgreiches Ende gefunden hat?

Fällt eigentlich jemandem abschließend etwas auf? Nein, nicht dass alle drei Shows miserable Quoten hatten. Hinter jeder einzelnen steht ein mega- bis moderat erfolgreicher Filmproduzent… Als nächstes dann bitte “Freaks and Geeks – The Movie”, Herr Apatow!

Kategorie: Film, TV | Kommentar schreiben

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