Mehr Senf!

16.06.2009 | 19:14 | Autor: Captain Awesome

awesomePreviously, on chaosmatisch:
Einführungen und der rote Murks [...] Eine Liste [...] meinen spezifischen Sempf dazu [...] Mittlerweile gehören schnuckelige Introsequenzen zum guten Bild und Ton beim Kinofilm.”

 

Hey now! Da waren aber auch einige TV-Intros dabei. Und irgendwie ist es den Vorspännen von True Blood, United States of Tara und Dexter gemeinsam, dass sie weit besser sind, als die Show, die danach kommt. Ist vielleicht manchmal nicht so gut, mit einer dermaßen hohen Erwartungshaltung zu starten. Selbst das Dawn of the Dead Remake, das wirklich gelungen war, konnte nie an die verstörende Wirkung der Opening Titles mehr herankommen.

OK, Se7en hat die künstlerische Introsequenz wieder populär gemacht, nachdem Lucas mit Star Wars so einen “Brauchen mer net”-Trend losgetreten hatte. Aber in Vergessenheit gerieten dadurch die ikonischen Openings von z.B. Hitchcock und Leone nicht. Sogar heute kann man die Einflüsse noch an jeder Ecke spüren. Fincher selbst hat in Panic Room (momentan nachgemacht in Fringe) eindeutig North by Northwest zitiert (und vergessen wir nicht die ebenfalls herausragenden Credits für Fight Club und The Game).

Dann war da neuerlich Vacancy, wo man sich wohl dachte: “wenn wir schon nen Hitchcock-esken Thriller über nen durchgeknallten Motel-Besitzer machen, dann richtig!”. Das sind wohl die am meisten von Saul Bass/Bernard Herrmann-inspirierten Titles seit Gus Van Sants Psycho-Remake:

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Nicht zu vergessen die Opening Credits zu Mad Men (hier hält die Show zumindest das Versprechen des Vorspanns), die einen gewissen Vertigo-Vibe ausstrahlen (in der Serie selbst gibts auch zahlreiche Zitate der Ära, von Hitchcock bis Fellini).

 

Was gabs noch so Schönes in früherer Vergangenheit?

Natürlich Catch Me If You Can, der wie Mad Men die 60s-Jazz-Primärfarben-Schattenästhetik zurückbringt:

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Stranger than Fiction, aka The Charlie Kaufman-Film, that’s not by Charlie Kaufman:

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Ebenfalls herausragend: Hard Candy. Das schöne hier ist, dass weder der Filmtitel, noch die Credits, noch die ca. ersten 20 Minuten, einem irgendeinen Hinweis darauf geben, was für eine Geschichte man hier zu erwarten hat. Schaut man ihn zum zweiten Mal, stellt man fest, dass es sich bei der Sequenz (Embedding-Verbote nerven!) um eine abstrahierte Szene aus dem Film selbst handelt - genial! Wie der ganze Film und Ellen Page, etc.

 

Honorable Mention, weil so wunderschön, aber keine Opening Sequence (was unverständlich ist, weil sooo lustig war der Fake-Elf-Movie-Vorspann nun wirklich nicht), der Abspann von Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events (und, kleiner In-Joke am Rande: Wenn es einen Track gibt, den ich im Dauerloop hören kann, ist es dieses Stück von Thomas Newman, möglicherweise, weil es in sich schon extrem repetitiv ist):

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Kategorie: Film, TV

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