“I’m alive and i’m here forever”

09.07.2009 | 15:16 | Autor: Captain Awesome

awesomeAls diese Worte das Michael Jackson Memorial abgeschlossen haben, dachte ich mir: “na, das ist ja fast zu einfach!” Jedenfalls ist es die perfekte Gelegenheit, hier mal noch voller Stolz zu verkünden, dass wir auf Platz 2 aller deutschen Suchergebnisse zum Begriff “Zombie Michael Jackson” zu finden sind (damn you, SpOn!).

The funk of forty thousand years

"The funk of forty thousand years"

In der kurzen Lebensdauer unseres Blogs wurde Michael Jackson mehrfach erwähnt und zitiert, von daher also auch hier nochmal ein Nachruf:

Ruf!

Mal ehrlich, zu dem Thema wurde eigentlich schon mehr als genug gesagt und mit nicht gerade wenig Heuchelei. Mir fallen aus dem Stehgreif nur zwei ehrliche Statements ein. Einmal, wie immer, von Craig Ferguson:

“I am not going to pretend like everyone else in the media that I never made jokes about Michael Jackson on this show. I did. I did make jokes about Michael Jackson on this show that’s because he was an icon and I am an iconoclast. It is my job. When I make fun of a celebrity it is nothing personal and I would like to say tonight to the millions of people all over the world…who don’t watch this show, to the fans and to the friends and of course to the family of Michael Jackson, our sympathies are with you tonight.”

und von Shirley Manson:

It felt unsettling and frightening- the way it always does when a public figure of extraordinary fame passes into the afterlife.
Think Elvis Presley, John Lennon, Kurt Cobain or Lady Di etc etc…….
And yet somehow I couldn’t quite muster up the same kind of hysterical grief that was overtaking the media and as a result the entire world.
I felt like death in some sense had already claimed Michael Jackson years ago.
For a long time I felt like he was a dead man walking the earth. Hounded and wounded and pained….. shrunk and receded, afraid of life itself.

Was gibts hinzuzufügen? Man erinnert sich als Kind der 80er doch in erster Hinsicht an sich selbst und den Kontext, in dem man seine Songs/Videos damals das erste Mal gehört/gesehen hat. Das ist doch der eigentliche Hintergrund beim Celebrity-Griefing, oder? Vermenschlicht wurde die entrückte Person MJ wohl wirklich erst durch den tränenreichen Auftritt seiner Tochter.

Es stimmt einen schon etwas nachdenklich, wenn man bedenkt, dass all die Freiheiten, die man heute hat, sich seinen ganz persönlichen Geschmack aus riesigen Musikarchiven (legal oder illegal) zusammenzustellen, es absolut verhindert, dass nochmal jemand kommen kann, dessen Musik und Ikonographie sich so umfassend im kollektiven Unterbewusstsein verankert.

Daher zum Schluss auch von mir mal ein Musikvideo, produziert von MJ: Party like it’s 1991! Deaktiviertes Embedding wird langsam zur Seuche…

Kategorie: Celebrities, Musik, Musikvideo, TV | Ein Kommentar

PEOPLE OF EARTH!

20.01.2009 | 20:46 | Autor: Captain Awesome

awesome

Auch wenn ich Conan und Jay dankbar dafür bin, dass sie mir Mitte bis Ende der 90er Jahre geholfen haben, gesprochenes Englisch besser zu verstehen (der NBC Superchannel hat alles mit Untertiteln gesendet, seinerzeit), bin ich nicht wirklich traurig darüber, dass ihre Ära nächsten Monat zumindest in der momentanen Form zu Ende geht.

Jay war sowieso nie lustig und Conan mindestens nicht mehr, seit Andy Richter das Handtuch geworfen hat. Ganz von den grauenhaft gestellten, unbeholfenen interviews abgesehn.

Umso besser, dass es seit 2005 den selbsternannten “Scottish Conan Guy” Craig Ferguson gibt, der endlich mal wieder ein bisschen Improvisation ins Genre zurückbringt und plakativ vor jedem Interview die Karten mit den vorgefertigten Fragen zerreißt. Nicht, dass seine Show perfekt wäre, er könnte vor allem bestimmte Running Gags und Catchphrases ein bisserl weniger lang totreiten. Trotzdem sieht man doch immer mehr von dem Mensch der hinter “TV’s Craig Ferguson” steht, als bei den absoluten Kunstpersonas der anderen Hosts.

Er lässt zwar seinen offensichtlich umfassenden Intellekt (vor allem für einen Schulabgänger) nicht allzuoft durchscheinen (dazu sollte man vielleicht eher mal seinen Roman lesen), und wenn doch, dann praktisch unbemerkt.

Während ich also einen seiner typischen Opening Teasers anschau…

YouTube Preview Image

 …denk ich mir: dieses babababah-bah-bababah ist nicht einfach dahingemurmelt, das ist irgendein Stück, das ich kenne… von nem Science-Fiction-Soundtrack (oder hab ich nur wieder zuviele “marihuana cigarettes” geraucht)?

(jaja, bitte ignorieren, dass mittlerweile jemand in die Youtube-Kommentare die Lösung geschrieben hat!)

Mitnichten, und hier beginnt der educational part des heutigen Abends:

Ich bin erst wieder drauf gekommen, als Winamp per Random auf den Track gesprungen ist; es handelt sich um Gustav Holsts “Mars, the Bringer of War”, aus seiner Orchestersuite “The Planets”, uraufgeführt 1918:

YouTube Preview Image

Wer sich die sieben Minuten angehört hat und genauso ungebildet ist, wie ich noch vor ca. einem Jahr, wird merken, dass dieses Stück als Vorlage für so ziemlich alle bekannteren Science-Fiction-Soundtracks gedient hat. Von den Star Wars Imperial Themes von John Williams zu den Klingon Themes von Cliff Eidelmann in Star Trek VI.

Der User rafacharmed1234 des verlinkten Craig-Clips scheint wohl der momentan aktive Uploader von kompletten Shows zu sein, für Leute, die keinen Bock auf torrents haben. Davor waren es RoQu3tO und davor wiederum rock3rgyrl.

Interessant ist, dass CBS zwar einen eigenen Youtube-Channel hat, auf dem aber nur Ausschnitte gezeigt werden. Trotzdem wird von deren Seite absolut nichts gegen Fan-Uploads unternommen, da die Quoten der Show deutlich gestiegen sind, seit die Episoden im Netz verfügbar sind (ich persönlich hab Craig auch durch Youtube kennengelernt).

Werde demnächst vielleicht mal ein Best-of-LLSwCF kompilieren, aber nagelt mich nicht drauf fest!

Dieser Artikel wurde euch präsentiert vom National Board for Late Night TV and Classical Music Awareness.

Kategorie: Celebrities, Musik, TV, Web | Kommentar schreiben

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