Liest Al Gore Galore?

07.07.2009 | 23:45 | Autor: Jannis Walz

galore

Schlechte Überschriften sind nicht gleichbedeutend mit schlechten Verlinkungstipps.

Während es sich für die Printausgabe leider ausgedruckt hat, geht es nun im Interdings weiter. Inklusive dem Interviewarchiv mit 800plus Qualitätsgesprächen. Das ist prima und der ultimative Zeitvernichter für die Freunde des fremden Gesprächs.

(via Nerdcore)

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Re: Gilmore Girls Movie

26.01.2009 | 21:00 | Autor: Captain Awesome

awesome“You’ve given me everything I need.”
 - Rory im Gilmore Girls series finale

Vier Tage nach meinem Kommentar über mein Nicht-Verlangen (trotz Entzugserscheinungen) nach einem “Gilmore Girls”-TV-Film (oder sogar Spielfilm? Immerhin hatten die Girls bessere Quoten als V’roni) kam dann auch gleich Lauren Graham zum alten Freund (und Bestätigung des Vorurteils, dass keine heterosexuellen Männer GG kucken) Michael Ausiello und zeigte, dass sie mit meiner Meinung konform geht:

It’s hard. I don’t know what we could give the fans that would satisfy them. It’s going to be like, “Grandmother Lorelai pulls into town… ” I don’t know what the story would be. But as with everything I do I my career, if something comes up that inspires me, then I’ll consider it. Plus, these are people who I love so much.

“Grandmother Lorelai”? Auch, wenn es nach einer typischen narrativen Krücke klingt, um den Generationenkreis zu schließen… Ich war dermaßen erleichtert, dass Rory sich über die RomCom-Boy-Gets-Girl-Klischees hinweggesetzt, Logans Heirats-Nötigungs-Ultimatum eiskalt ausgeschlagen (und darüber nichtmal sonderlich geknickt schien) und sich lieber in den Bus gesetzt hat, um Obama webjournalistisch in den durchtrainierten Arsch zu kriechen. Denn Lektion 1: All journalists are whores! Aber ich schweife ab… Sprach Lauren des Weiteren:

But for me, when you have a bad breakup, going back and dating the guy again is not really going to change the breakup. It didn’t end in the way I think any of us would have liked — and that is a disappointment for me as well. And a sadness, really. When the reruns come on now I think about the path it took, and it makes me sad. I wish we would have known it was the end when we shot the final episode, quite simply. But we can’t go back and change that. And I’m not sure a movie would help. What helps me is to try and do other things in my life and do work that I like. I don’t know that going back to the show is the answer.

Lauren Graham frierend @ Sundance vor ein paar Tagen

Okay, sie geht mit meiner Meinung konform, dass es keinen Film geben sollte. Aber die Gründe sind unterschiedlich. Bin ich wirklich der einzige, der das Finale relativ befriedigend fand? Die ganzen letzten Episoden der Show hatten einen finalen Charakter und in den letzten zweien wurde der Tearjerker-Faktor doch ziemlich hochgedreht mit Verabschiedungen / Anträgen / Breakups / Graduation, etc. Keine Ahnung, wieviel man an “Bon Voyage” in der Postproduction noch werkeln konnte, aber es fühlte sich an wie ein series finale. Nicht, wie eins, wo man alle Storylines in einer schönen Schleife zusammengebunden bekommt, sondern eins, das ein bisschen mehr dem echten Leben ähnelt. Wie auch schon am Ende von Season 3, was ebenfalls als Not-Finale gedient hätte, wäre die Show nicht verlängert worden.

Witzig fand ich im übrigen auch, als Lauren Ausiello endlich mal damit konfrontierte, dass er eigentlich das Gerücht um den GG-Movie gestartet hat, aufgrund einer vagen Aussage, die er im Vorbeigehen aus Amy Sherman-Palladino rausgekitzelt hatte. Sowas nennt man dann wohl Selbstreferenzialität:

Mike, you start those rumors. You start these rumors just like you started the Wonder Woman movie rumor and then you call me and say, “There are rumors out there that say the following…” I’m onto your little game, Ausiello!

Außerdem könnte ihre neue half-hour comedy auf ABC vielleicht doch interessanter werden, als zuerst gedacht (Mitch Hurwitz ist Co-Creator):

It’s a darker comedy… more like Arrested Development. Men in Trees was a really well written dramedy, but it was soft and sweet — kind of in the tone of Gilmore Girls. This is more comedic. It’s a totally different tone. And I don’t live in Alaska.

She’s a self-help guru who is truly a mess and is obsessed with [her ex-boyfriend] who dumped her. It’s really funny because it’s so backwards. I went to Barnard College and I did my feminist studies, but I think what’s funny about this character is she is deeply flawed. I loved Lorelai, but she wasn’t deeply flawed. She was very easy to root for. This is a slightly more twisted central character.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass Frau Graham von März bis Oktober acht mal pro Woche in einer neuen Inszenierung von Guys & Dolls am Broadway zu sehen sein wird. Nicht wirklich originell, wo es gerade vor vier Jahren in London mit einem All-Star-Cast aufgeführt wurde, aber nun denn. Wer also ein wenig Actress-Stalking betreiben will, die Karten kosten zwischen 50 und 125$…

Kategorie: Celebrities, TV | Ein Kommentar

“I think there’s been a rape up there!”

24.01.2009 | 19:19 | Autor: Captain Awesome

awesomeMan muss (oder kann) Inside the Actors Studio nicht lieben, aber es ist halt, in seiner mittlerweile 14. Season, eine Institution, um die man nicht rumkommt.

Einige Gäste lassen sich von James Liptons selbstverliebter Arschkriecherei einlullen, andere weniger (das sind dann die guten Episoden), außerdem ist das Ganze fürchterlich zusammengeschnitten (wahrscheinlich von 90 Minuten oder mehr). In den letzten Jahren kam hinzu, dass man sich nicht mehr nur auf A-Listers beschränkte (die gehen einem ja irgendwann aus), sondern auch andere, teils fragwürdige Leute einlud: Sitcom-Casts, Musiker, Late Night Hosts (nächste Woche kommt Conan O’Brien), Comedians, …

…wie Ricky Gervais diese Woche – und da dieses Blog von Office/Extras/Karl Pilkington-Fans geführt wird und Ricky in Deutschland immer noch praktisch unbekannt ist, weil die Leute lieber schlechte deutsche Kopien (die sich peinlicherweise auch noch vor Lizenzzahlungen drücken wollten) schauen:

Teil 1

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Teil 2

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Teil 3

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Teil 4

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Teil 5

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(Quelle)

Mit “fragwürdig” meinte ich nicht uninteressant oder untalentiert. Eher, ob sie in den Kontext der Show passen. Können angehende Schauspieler, Screenwriter und Regisseure wirklich etwas von jemandem lernen, der in erster Linie ein Improv-Comedian ist und daraus eine Karriere als Autor und Schauspieler abgeleitet hat? Es gibt soooo viele Leute aus der Indiecrowd, die ein absolutes Anrecht auf eine Show hätten. Indie-Queens der 90er wie Parker Posey und Chloe Sevigny könnten z.B. mittlerweile auf 15-jährige, facettenreiche Karrieren zurückblicken.

Anyhow… wenn ich noch einmal die “pissing in the sink”-Story hören muss, fang ich an zu schreien! Hat Ricky wirklich keine anderen Anekdoten als die, die er in seinen Stand-Ups verarbeitet?

Abschließend muss ich hier mal noch die perfekten ItAS-Spoofs von Saturday Night Live mit Will Ferrell als Lipton erwähnen. Leider hat NBC alle Clips auf youtube löschen lassen, damit die Leute sie auf ihrem IP-beschränkten eigenen Player anschauen müssen. Das einzige, was noch da ist, weil nicht von SNL, ist von den Extras der “Old School”-DVD:

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