“I am not a number, I am a free man!”

28.07.2009 | 23:21 | Autor: Captain Awesome

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Und nochmal AMC! Für einen Sender, der vor gerade mal zwei Jahren ins Serienbusiness eingestiegen ist, machen die bisher echt keine Fehler, weder bei der Auswahl, noch der Promotion (siehe Mad Men Yourself). Natürlich war man dieses Jahr auch auf der Comic-Con mit einem Extended Preview vom “The Prisoner”-Remake, von desssen awesomeness ich schon vor ein paar Tagen überzeugt war: 

Klar wirds jetzt die typischen “Boo, Remake!”-Schreier geben, aber ich finde, nach 40 Jahren ist das durchaus lohnend, mal an den Zeitgeist angepasst zu werden, wobei man umso mehr bemerkt, wie sehr doch “Lost” z.b. sich da inspirieren ließ (und wo BSGs “Number Six” ihren Namen herhat). Auch gefällt mir, dass es kein komplettes Reimagining ist, sondern einiges vom Original übernimmt (omg ROVER!). Ich schätze mal: less groovy, more twisty mindfuckery. Number 6 = Jack, Number 2 = Ben, Rover = Smokey.

Mal gespannt, ob man nen eigenen Spin auf den klassischen Vorspann macht, oder nur ein lahmes “Kurz den Titel einblenden”-Intro, wie es heute ja fast überall sich durchgesetzt hat. Hmmm, dabei fällt mir auf, dass in der neuen Show nicht erwähnt wird, dass Number 6 in seinem früheren Leben Agent war. Schätze, man wird die Mythologie wohl doch kräftig umbauen, um das ganze spannend zu halten. Hier das Originalintro:

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Und hier die Simpsons-Parodie (tja, FOX, ihr habt alle Clips von youtube weggeklagt, also embedde ich die komplette Episode. When will they ever learn?):

http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=53928118

Mit einer US-IP könnt ihr die komplette Originalserie bei AMC streamen.

Be seeing you!

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Mehr Senf!

16.06.2009 | 19:14 | Autor: Captain Awesome

awesomePreviously, on chaosmatisch:
Einführungen und der rote Murks [...] Eine Liste [...] meinen spezifischen Sempf dazu [...] Mittlerweile gehören schnuckelige Introsequenzen zum guten Bild und Ton beim Kinofilm.”

 

Hey now! Da waren aber auch einige TV-Intros dabei. Und irgendwie ist es den Vorspännen von True Blood, United States of Tara und Dexter gemeinsam, dass sie weit besser sind, als die Show, die danach kommt. Ist vielleicht manchmal nicht so gut, mit einer dermaßen hohen Erwartungshaltung zu starten. Selbst das Dawn of the Dead Remake, das wirklich gelungen war, konnte nie an die verstörende Wirkung der Opening Titles mehr herankommen.

OK, Se7en hat die künstlerische Introsequenz wieder populär gemacht, nachdem Lucas mit Star Wars so einen “Brauchen mer net”-Trend losgetreten hatte. Aber in Vergessenheit gerieten dadurch die ikonischen Openings von z.B. Hitchcock und Leone nicht. Sogar heute kann man die Einflüsse noch an jeder Ecke spüren. Fincher selbst hat in Panic Room (momentan nachgemacht in Fringe) eindeutig North by Northwest zitiert (und vergessen wir nicht die ebenfalls herausragenden Credits für Fight Club und The Game).

Dann war da neuerlich Vacancy, wo man sich wohl dachte: “wenn wir schon nen Hitchcock-esken Thriller über nen durchgeknallten Motel-Besitzer machen, dann richtig!”. Das sind wohl die am meisten von Saul Bass/Bernard Herrmann-inspirierten Titles seit Gus Van Sants Psycho-Remake:

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Nicht zu vergessen die Opening Credits zu Mad Men (hier hält die Show zumindest das Versprechen des Vorspanns), die einen gewissen Vertigo-Vibe ausstrahlen (in der Serie selbst gibts auch zahlreiche Zitate der Ära, von Hitchcock bis Fellini).

 

Was gabs noch so Schönes in früherer Vergangenheit?

Natürlich Catch Me If You Can, der wie Mad Men die 60s-Jazz-Primärfarben-Schattenästhetik zurückbringt:

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Stranger than Fiction, aka The Charlie Kaufman-Film, that’s not by Charlie Kaufman:

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Ebenfalls herausragend: Hard Candy. Das schöne hier ist, dass weder der Filmtitel, noch die Credits, noch die ca. ersten 20 Minuten, einem irgendeinen Hinweis darauf geben, was für eine Geschichte man hier zu erwarten hat. Schaut man ihn zum zweiten Mal, stellt man fest, dass es sich bei der Sequenz (Embedding-Verbote nerven!) um eine abstrahierte Szene aus dem Film selbst handelt - genial! Wie der ganze Film und Ellen Page, etc.

 

Honorable Mention, weil so wunderschön, aber keine Opening Sequence (was unverständlich ist, weil sooo lustig war der Fake-Elf-Movie-Vorspann nun wirklich nicht), der Abspann von Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events (und, kleiner In-Joke am Rande: Wenn es einen Track gibt, den ich im Dauerloop hören kann, ist es dieses Stück von Thomas Newman, möglicherweise, weil es in sich schon extrem repetitiv ist):

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Einführungen und der rote Murks

15.06.2009 | 18:13 | Autor: Jannis Walz

Eine Liste von achtzehen sehr guten Introseqeuenzen gibt es hier. Sehbefehl!

So, alle Beispiele angeguckt? Sehr schön. Dann gibts jetzt noch meinen spezifischen Sempf dazu:

Beispiel “Se7en”: Ziemlich sehr hervorragend.

In einem anderen Jahrtausend sah ich das erste mal den famosen “Se7en” im Kino, insbesondere die geniale Titelsequenz, die atmospärischst den Film vorgreift ohne dabei irgendetwas zu verraten. Da wusste ich: “Hey-ho, es gibt mehr als nur die Namen von den Mitarbeitern auf ne Wand zu schreiben und einfach vor den Film zu kleben!” Jahre später sieht man sich dann sowas von bestätigt. Mittlerweile gehören schnuckelige Introsequenzen zum guten Bild und Ton beim Kinofilm. Die Ausnahme bestätigt hier die Regel:

Beispiel “Der rote baron”: Ziemlich nicht hervorragend.

“Der rote Baron” zeigt uns erstmal in endlosen zwei Minuten noch den gefühlten dritten Wurstverkäufer am Set als Text auf Schwarz. Das war jetzt gemein. Kostümdesign beispielsweise ist natürlich schon wichtig, aber warum zum Geier sowas im Vorspann stehen muss? Naja, vielleicht turnt das schon ein paar Leute ab und sie ersparen sich den restlichen Cheese.

Es ist schon beachtlich wie der Film in der Summe seiner Teile so schlecht wurde. Theoretisch sind die Grundlagen für ein feines Augen- und Ohrenerlebnis vorhanden.

  • Kamera und Look sehen gut aus, vermasselts sich aber selbst durch “Ich-will-zu-perfekt-Aussehen-goldener-Schnitt-look-at-me”.
  • Die historische Vorlage hätte auch Potential zum Unterhaltungsstoff. Aber dieses ewige Gequatsche vom Gutrotmensch ist nur noch eklig (Nix gegen interpretatorische Freiheit bei historischen Ereignissen, aber hier kommts halt nur noch peinlich, weil unglaubwürdig, es fällt nicht schwer zu erahnen, dass der Manni nicht ganz so der Kumpel in der Luft war, wie hier suggeriert).
  • Die Schauspieler (Bsp.: Schweighöfer, Prahl) haben in anderen Filmen gezeigt, dass sie was können. Aber auch die werden vom allgemeinen “Bad Karma” runtergezogen.
  • Die CG-Effekt/Luftkämpfe gehen okay, aber CG hat auch gut auszusehen, nicht weniger und nicht mehr.

Zusammenfassend gesagt: Man kauft dem Film nicht ab was er einem verkauft.

Tipp: Wenn man gut gelaunt ist und sich schnell umpolen will, sollte man den roten Murks anschauen!

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