Party Like It’s 1999: Star Wars

23.07.2009 | 03:18 | Autor: Captain Awesome

awesomeNostalgie liegt in der Luft… Diese nicht unbedingt für viele Leute angenehm verlaufene Dekade nähert sich ihrem Ende, was mich etwas melancholisch auf den Millenniumswechsel zurückblicken lässt und was für ein besonderes Jahr 1999 für Filme doch gewesen ist. Da ich aber keine Lust auf eine pure Retrospektive habe, ist mein Plan für diese Reihe, jeweils einen Bezug zu aktuellem Material herzustellen. Mal schaun, ob mir das gelingt!

“Star Wars Episode I” war wohl der mit Abstand am sehnsüchtigsten erwartete Film des Jahres, um nicht zu sagen, most anticipated movie meiner Generation (und der Generation davor). Im Grunde war damit der Backlash schon vorprogrammiert, vollkommen unabhängig von der tatsächlichen Qualität. Leider ist der New-Trilogy-Hate auch in diesem Blog allgegenwärtig, weshalb ich für die Jar-Jar-Years mal ne Lanze brechen muss:

"How feel you? Afraid are you?" -> Klick Bild!

Was auffällt, wenn man sich die neuen Teile hintereinander anschaut, ist wie sehr doch “Episode I” ästhetisch eher noch das Feeling der Original Trilogy transportiert: Da fliegen und explodieren teilweise noch echte Modelle, Yoda ist immer noch ein Jim Henson-Muppet und kein durch die Gegend hüpfender CGI-Gummiball, Aliens sind zuweilen noch mit Latexmasken realisiert und vor allem ist das ganze noch auf Film gebannt, was Episode II-III mit ihrem kristallklaren Digital HD umso steriler erscheinen lässt. Hier gibt es überall noch kleine Fehler und Wackler, z.B. bei Greenscreen-Szenen. Auch die Actionsequenzen sind weniger ADD als in den späteren Teilen. Generell wundert mich einfach der generelle Konsens, dass die Trilogie zum Ende hin besser wurde, während eigentlich mehr und mehr vom Old School Vibe verloren ging.

Mehr als ein Vibe war es aber natürlich nicht mehr, wenn man sich vor Augen hält, mit welchen Mitteln die SFX-Pioniere zurande kommen (oder neu erfinden)  mussten, die anno 1976 an Episode IV arbeiteten. Ja, damals, als Männer noch echte Bärte trugen und ILM kein nerdiges Rechenzentrum war, sondern ein Bastelschuppen im San Fernando Valley. Dave Berry hat jetzt ein schönes Video aus seinen Privataufnahmen zusammengeschnitten, von den Zeiten, als er als rotoscope artist und animator bei Star Wars gearbeitet hat. Those were the times…

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PEOPLE OF EARTH!

20.01.2009 | 20:46 | Autor: Captain Awesome

awesome

Auch wenn ich Conan und Jay dankbar dafür bin, dass sie mir Mitte bis Ende der 90er Jahre geholfen haben, gesprochenes Englisch besser zu verstehen (der NBC Superchannel hat alles mit Untertiteln gesendet, seinerzeit), bin ich nicht wirklich traurig darüber, dass ihre Ära nächsten Monat zumindest in der momentanen Form zu Ende geht.

Jay war sowieso nie lustig und Conan mindestens nicht mehr, seit Andy Richter das Handtuch geworfen hat. Ganz von den grauenhaft gestellten, unbeholfenen interviews abgesehn.

Umso besser, dass es seit 2005 den selbsternannten “Scottish Conan Guy” Craig Ferguson gibt, der endlich mal wieder ein bisschen Improvisation ins Genre zurückbringt und plakativ vor jedem Interview die Karten mit den vorgefertigten Fragen zerreißt. Nicht, dass seine Show perfekt wäre, er könnte vor allem bestimmte Running Gags und Catchphrases ein bisserl weniger lang totreiten. Trotzdem sieht man doch immer mehr von dem Mensch der hinter “TV’s Craig Ferguson” steht, als bei den absoluten Kunstpersonas der anderen Hosts.

Er lässt zwar seinen offensichtlich umfassenden Intellekt (vor allem für einen Schulabgänger) nicht allzuoft durchscheinen (dazu sollte man vielleicht eher mal seinen Roman lesen), und wenn doch, dann praktisch unbemerkt.

Während ich also einen seiner typischen Opening Teasers anschau…

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 …denk ich mir: dieses babababah-bah-bababah ist nicht einfach dahingemurmelt, das ist irgendein Stück, das ich kenne… von nem Science-Fiction-Soundtrack (oder hab ich nur wieder zuviele “marihuana cigarettes” geraucht)?

(jaja, bitte ignorieren, dass mittlerweile jemand in die Youtube-Kommentare die Lösung geschrieben hat!)

Mitnichten, und hier beginnt der educational part des heutigen Abends:

Ich bin erst wieder drauf gekommen, als Winamp per Random auf den Track gesprungen ist; es handelt sich um Gustav Holsts “Mars, the Bringer of War”, aus seiner Orchestersuite “The Planets”, uraufgeführt 1918:

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Wer sich die sieben Minuten angehört hat und genauso ungebildet ist, wie ich noch vor ca. einem Jahr, wird merken, dass dieses Stück als Vorlage für so ziemlich alle bekannteren Science-Fiction-Soundtracks gedient hat. Von den Star Wars Imperial Themes von John Williams zu den Klingon Themes von Cliff Eidelmann in Star Trek VI.

Der User rafacharmed1234 des verlinkten Craig-Clips scheint wohl der momentan aktive Uploader von kompletten Shows zu sein, für Leute, die keinen Bock auf torrents haben. Davor waren es RoQu3tO und davor wiederum rock3rgyrl.

Interessant ist, dass CBS zwar einen eigenen Youtube-Channel hat, auf dem aber nur Ausschnitte gezeigt werden. Trotzdem wird von deren Seite absolut nichts gegen Fan-Uploads unternommen, da die Quoten der Show deutlich gestiegen sind, seit die Episoden im Netz verfügbar sind (ich persönlich hab Craig auch durch Youtube kennengelernt).

Werde demnächst vielleicht mal ein Best-of-LLSwCF kompilieren, aber nagelt mich nicht drauf fest!

Dieser Artikel wurde euch präsentiert vom National Board for Late Night TV and Classical Music Awareness.

Kategorie: Celebrities, Musik, TV, Web | Kommentar schreiben

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